1996 erlitt unser Preisträger bei einem Autounfall schwere Verletzungen im Bereich des sechsten und siebenten Halswirbels, sitzt seither im Rollstuhl und kann nur noch Daumen und Zeigefinger bewegen.
Akzeptiert hat er die Situation schnell, die Empathie für andere kam aber erst später.
Zwanzig Jahre nach dem Unfall stellte er sein Buch vor: „Gelähmt ist nicht gestorben.“ Es resümiert sein gutes Leben trotz Querschnittlähmung und beantwortet Fragen, die man einem Rollstuhlfahrer aus Rücksicht oft nicht stellt.
„Du kommst ins Rehazentrum und glaubst, du wirst Rollstuhlfahrer. Aber die ersten Monate beschäftigst du dich nur mit Klogehen. Heute weiß ich, wie viel und was ich trinken und essen darf.“ Er hat im Buch nichts ausgelassen, auch nicht, wie man als Querschnittgelähmter Kinder kriegt.
Die ersten 17 Seiten schrieb er gleich nach dem Unfall. Die Idee war immer da, er hat sie nur weggeschoben, aber der Ehrgeiz blieb, ob der kleine Tom ein Buch schreiben kann. Mittlerweile zeigt er bei Vorträgen und Lesungen anderen Behinderten ebenso wie Nichtbehinderten den Blick auf´s Wesentliche.
Als Held von nebenan ist er genau die Art von Eckpfeiler der Gesellschaft, die durch ihre Art zu leben diese Welt zu einem besseren Ort machen.
Am wichtigsten ist ihm, im Moment zu leben, obwohl er drauf gekommen ist, dass es für ihn noch nicht aus ist. Es kann viel passieren, auch noch Schlimmes – aber er sagt sich bei aller Ruhe:„ Was ich habe, reicht mir – aber verlassen tät’ ich mich nicht darauf.“


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